
Am 12. und 13. September gestalten griechisch- und türkisch-zyprische Künstler, Dichter und junge Graffitimaler gemeinsam drei Mauersteine im Garten des Goethe-Zentrums Nikosia auf Zypern und geben so ihren Grenzerfahrungen Ausdruck.
In Anwesenheit der griechisch-zyprischen Bürgermeisterin von Nikosia, Eleni Mavrou, und dem türkisch-zyprischen Bürgermeister Cemal Bulutoğulları werden die Steine am Abend des 13. September dem deutschen Botschafter in Zypern, Herrn Dr. Zeitz, zum Rücktransport nach Berlin übergeben. Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, die Künstler am Sonntag bei der Arbeit zu beobachten.
Zypern ist eine geteilte Insel. Im griechisch-zyprischen Südteil der Insel übt die Regierung der von den Vereinten Nationen (VN) als Vertretung für ganz Zypern anerkannten Republik Zypern die effektive Hoheitsgewalt aus. Die 1983 im türkisch-zyprischen Nordteil der Insel ausgerufene sogenannte "Türkische Republik Nordzypern" wird – außer von der Türkei – international nicht anerkannt.